Geonauten #59 - Georg Moog - SSP Consult
Shownotes
Wie in jedem Sommer sprechen Hannes und Holger auch in diesem Jahr wieder mit Geographinnen und Geographen aus der Praxis. Nachdem Motto: Was macht man eigentlich so als Geograph?" spricht Holger in dieser Folge mit Georg Moog von SSP Consult über Berufseinstieg, GIS-Kenntnisse und die Zusammenarbeit mit Ingenieuren.
Shownotes SSP Consult - Beratende Ingenieure GmbH
Moog, G., & Kraas, F. (2026). Estimating the potential number of daily visitors in urban areas: Methodical evaluation of the points of interest of open data services using the example of transport mobility in Cologne. Raumforschung und Raumordnung/Spatial Research and Planning, 84(2), 134-152. DOI: https://doi.org/10.14512/rur.3091
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00:00:04: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Geonauten.
00:00:29: Ich bin heute wieder mal alleine, weil der Hannes in seinem wohlverdienten Urlaub ist.
00:00:33: Alleine ist dann in dem Fall ja meistens falsch.
00:00:37: wie in den Sommer zuvor haben wir uns auch in diesem Sommer vorgenommen euch wieder Geografinnen und Geografen aus der Praxis vorzustellen Und da fangen wir heute mit einer Folge an.
00:00:48: Bei mir ist Georg Moog, hallo Georg!
00:00:52: Hi Holger, danke für die Einladung.
00:00:53: Gerne schön dass du gekommen bist denn wir sind immer daran interessiert wo unsere Absolventinnen und Absolventen den landen.
00:01:00: und genau das bist Du.
00:01:01: Du hast bei uns Geografie studiert und das im Bachelor und Master und das über Corona hinweg.
00:01:07: Ja
00:01:08: war bestimmt auch nicht so ganz lustig zwischendrin.
00:01:11: ich habe gesehen den master quasi begonnen und dann in Corona gerutscht.
00:01:14: Ja, genau also zur Amtfang der Bachelorarbeit war tatsächlich noch reguläre Uni möglich und dann rutschte man in den Lockdown.
00:01:24: Und ja die ersten paar Semester vom Master Wandern tatsächlich eigentlich nur online... ...und da hatten wir auch zusammen eine Veranstaltung wo wir nach England fahren wollten und ein Praktikum machen wollten.
00:01:37: Aber das dummerweise nicht konnten?
00:01:38: Genau!
00:01:39: Dann sind wir anstatt nach New Key in Köln geblieben.
00:01:43: Ja, Hannes würde jetzt sagen schönste Stadt der Welt.
00:01:46: Aber ich würde auch sagen Yuki wäre wahrscheinlich die bessere Alternative gewesen.
00:01:50: aber gut das war sicherlich den Umständen geschultet.
00:01:53: Ich habe gelesen dass du im Bachelor Biologie und Städtebau als Nebenfach hat es von dem Master da nur noch städte
00:01:59: Bau
00:02:00: geht heute leider nicht mehr mit dem Städtenbau weil die Uni Bonn sich irgendwie umstrukturiert hat so dass wir das nicht mehr anbieten können.
00:02:12: Ja, also die Kombi ist definitiv Sonderbar kann man natürlich sagen.
00:02:17: Also das wurde mir auch in meinem Bewerbungsgespräch damals im Unternehmen, wo ich arbeite, in Anführungszeichen vorgeworfen.
00:02:24: Tatsächlich wollte ich eigentlich erst Bio- und Erdkundelehrer werden Und mein NC war dann zu schlecht für Bio.
00:02:32: In erdkunden bin ich reingekommen bzw.
00:02:34: Geografien natürlich.
00:02:36: Dann dachte ich okay Ich gehe jetzt erstmal in den Bachelor of Science Geographie rein und habe dann Biologie als Nebenfach- und kann die Module abhaken.
00:02:43: Und da muss ich die im Lehramtsstudium nicht noch mal doppelt
00:02:46: machen.".
00:02:46: Dann kam in zweiten Semester tatsächlich das GIST-Methodik, Seminar oder Praktikum.
00:02:52: Das hat mich ein bisschen überzeugt, im Bachelor of Science zu bleiben!
00:02:56: Und dann war Lehramt kein Thema mehr...
00:02:59: Ah, das passiert manchen auch anders herum?
00:03:02: Ich hab gedacht, ich studiere mal Lehrammsportendemehr.
00:03:05: für den Fall, dass ich Lehrer werden muss Wollte ich eigentlich nie und bin es dann auch nicht geworden, muss man sagen.
00:03:11: Gut was ich hier mache hat ja auch ein bisschen etwas mit Unterrichten zu tun.
00:03:15: Du hast deinen Master hier abgeschlossen?
00:03:17: Ich habe gesehen wenn ich jetzt sage deine Masterarbeit ist veröffentlicht worden, dann ist das sicherlich falsch.
00:03:22: aber es gibt seit diesem Jahr tatsächlich erst also aus dreiundzwanzig dein Abschluss hier bei uns gemacht.
00:03:27: Ja Und jetzt seit kurzem seit sechsund zwanzig gibts da auch eine Publikation zu.
00:03:32: in Raumforschung und Raumordnung hab' ich gesehen zu deiner Abschlussarbeit
00:03:36: Genau.
00:03:37: Das ist tatsächlich ne verkürzte auf das wichtigste kondensierte Version von meiner Abschlussarbeit, die ich bei der Frau Professor Gras geschrieben hab.
00:03:46: und tatsächlich war der Review-Prozess ziemlich lange also er hat fast ja schon ein Jahr gedauert.
00:03:54: und also ich wurde da unter anderem auch von ihr dazu motiviert die Arbeit dann eben in englischer Sprache mal zu veröffentlichen.
00:04:02: Und dann habe ich mir gedacht dass probiere ich mal Und es hat geklappt.
00:04:06: Bisher hat noch niemand zitiert.
00:04:09: Ich glaube, sie ist im Ende April erschienen.
00:04:12: kann man jetzt vielleicht auch nicht von aus
00:04:14: gehen?
00:04:14: Nein, das natürlich nicht.
00:04:16: aber wahrscheinlich ist es tatsächlich auch das Thema ein bisschen sehr nischig muss man sagen weil ich glaube so viele Menschen sind dann doch nicht interessiert sich so intensiv mit Points of Interest zu beschäftigen wie ich es gemacht
00:04:27: habe.
00:04:28: Das kann ich mir durchaus vorstellen.
00:04:31: Schätzung potenziellen Personenaufkommens im urbanen Raum, methodische Evaluation der Point-of-Interest von Open Data Angeboten am Beispiel der Verkehrsmobilität in Köln.
00:04:42: nicht ganz so kurzer Papertitel.
00:04:45: Der Titel der Arbeit war noch ein bisschen länger habe ich gerade gesehen aber das ist ja so ein bisschen der Klassiker auch da sehe schon Open Data und angeboten.
00:04:55: Kommen wir zu dem Punkt, warum du eigentlich hier bist?
00:04:57: Denn du arbeitest für SSP-Konsult.
00:05:00: Konsultingfirmen... Ich hab gesehen da noch hinten dran beratende Ingenieure GmbH.
00:05:06: Was ist das für ein
00:05:07: Laden?
00:05:08: Tatsächlich sind wir ein deutschlandweit agierendes Verkehrsförderungsbüro und sind in zwei verschiedenen Bereichen oder zwei Oberkategorien unterwegs Und zwar einmal der Verkehrstechnik.
00:05:19: Das ist tatsächlich ja wo vor allem dann die Ingeniere unterwegs sind.
00:05:22: also da werden beispielsweise Wirkliche Planungen angefertigt für Autobahnen oder Schilderbrücken und Ähnliches.
00:05:30: Aber da ist auch beispielsweise dann tatsächlich die Bauüberwachung angesiedelt, also wo Kolleginnen und Kollegen vor Ort unterwegs sind und dann Baustellen... ... dokumentieren, ob alles richtig angelegt wurde.
00:05:42: Dass da keine Baumängel vorlegen und ähnliches.
00:05:45: Und ich selber bin im Bereich Verkehrsinfrastrukturplanung tätig... Das ist dann der Bereich bei uns wo sowohl Geografinnen und Geografen als auch Ingenieuren und Ingeniöre tätig sind.
00:05:55: Ich selber bin da v.a.
00:05:56: im Bereich der Verkehrsmodellierung tätig.
00:05:59: Und das ist eben ein Bereich wo es vor allem ja darum geht den Straßenverkehr in unserem Fall modelhaft in einem Computerprogrammen oder ein sonstiger Fachsoftware eben abzubilden.
00:06:11: Und das sind dann vor allem dann überwiegend Planungsgrundlagen, die dann für Ministerien des Bundes oder der Länder oder auch teilweise dann für Kommunen angefertigt werden.
00:06:22: Was heißt ich kann das Geograf bei den Ingenieuren
00:06:25: landen?
00:06:25: Macht aber quasi Analysen auf einer etwas übergeordneten
00:06:28: Ebene
00:06:29: also nicht so sehr praktisch sondern quasi eine räumliche Analyse wenn man so will.
00:06:33: Genau!
00:06:34: Also Räumliche Analys ist ein sehr guter Stichpunkt.
00:06:36: Tatsächlich kann man zwischen verschiedenen Modellen unterscheiden, also zwischen mikroskopischen und makroskopische Modellen.
00:06:42: Mikroskopiche da fahren dann tatsächlich in der Simulation kleine Autos durch die Gegend oder laufen auch einzelne kleine Menschen durch die gegend.
00:06:49: Also das wird da modelliert und wo ich vor allem tätig bin ist dann die makroskopische Untersuchung.
00:06:55: Da wird auf einer übergeordneten Ebene nicht so detailliert eben der Verkehr untersucht.
00:07:00: Also da sind keine Ampelschaltungen drin oder ähnliches sondern da werden wirklich eigentlich nur die Verkehrströme sich angeschaut.
00:07:07: Wie landet man als Geograph bei so einem Unternehmen?
00:07:10: Du hast gerade schon gesagt, man hätte dir im Bewerbungsgespräch vorgeworfen eine Biologie.
00:07:13: Was ist das denn?
00:07:15: Aber da gibt es ja glaube ich ne längere Geschichte zu, oder?
00:07:17: Zu dem Unternehmen und deiner Geschichte mit dem Unternehmen
00:07:20: Genau.
00:07:20: Also wie du's schon richtig andeutest bin ich seit Jahrzehntausendachzehn in nem Unternehm tätig
00:07:25: Und man muss sagen zwei tausend siebzehn mit dem Studium begonnen also quasi schon als Student genau gewesen.
00:07:30: Genau, also ich habe als Studenteschäfskraft angefangen und war dann irgendwann wo der Bachelor fertig ist vor mehr wissenschaftliche Hilfskraft.
00:07:38: Und jetzt bin ich mittlerweile Sachbearbeiter in dem Unternehmen.
00:07:41: Und tatsächlich bin ich bei dem Job einfach über eine Ausschreibung in unserem Instituts-Emailverteiler gelandet.
00:07:47: Geostudium?
00:07:48: Da sollte man unbedingt Mitglied werden!
00:07:50: Kann nicht nur empfehlen, kann nicht nur Empfehlen... ...und da hat dann ein ehemaliger Kölner Student der Geografie Ein Kollege von mir, mit dem ich jetzt auch viel zusammen arbeite.
00:08:01: Tatsächlich noch eben die Stelle ausgeschrieben als Studenter Schriftkraft und man kann sagen dass es mir dann anscheinend gefallen hat.
00:08:09: Offensichtlich?
00:08:10: Genau!
00:08:10: Und tatsächlich habe ich da in einem Projekt angefangen was mich bis dato immer noch begleitet... ...und das Projekt ist nämlich das Netzmodell der Bundesfernstraßen.
00:08:19: Das ist eine Geodatenbank die wir im Auftrag des Bundes pflegen genauer zu sein des Bundesverkehrsministeriums und da sind alle Autobahnen- und Bundesstraßen enthalten, aber auch wichtige Landes- und Kreisstraßen.
00:08:31: Und das war unter anderem dann auch beispielsweise die Planungsgrundlage für den Bundesverkeerswege planen, zwanzig dreißig der Jahr zwei tausendsechzehn beschlossen wurde.
00:08:39: Wo
00:08:39: es dann keine Rheinbrücke gibt oder doch nur neue Rheinbrücke?
00:08:41: Man weiß es nicht so genau steht ganz hinten irgendwo, habe ich irgendwie gehört!
00:08:45: Nicht dass mich da wirklich auskennen würde, aber das ist ja das was durch die Medien gegangen ist.
00:08:50: Gibt's jetzt neue Rheinbrücke In Anbetracht der Tatsache, was im Moment mit Rheinbrücken passiert.
00:08:56: Vielleicht doch eine ganz clevere Idee?
00:08:58: Na Brücken ist ein eheschwieriges Thema!
00:09:02: Du bist ja Geograph und was für Kompetenzen bringst du als Geograph mit für den Job?
00:09:07: Also Gist nehme ich mal an es irgendwie Grundvoraussetzung für das was du tust.
00:09:11: Das würde ich definitiv erstmal bejahen weil ich würde behaupten, dass in sämtlichen planerischen Berufen eben GISS als Geograph somit das wichtigste Tool ist was man aus der Uni mitbringt.
00:09:23: Und damit ist auch tatsächlich dann in dem Fall jetzt nicht nur Ich erstelle eine hübsche Karte gemeint sondern Man kann auch komplexere Analysen schon erstellen.
00:09:34: Also GISS sollte im besten Fall kein Fremdwort sein.
00:09:37: und tatsächlich würde ich behaupte Dass das räumliche Verständnis was man im Rahmen von einem Geografie Studium beigebracht bekommt, da einen doch echt unterstützt.
00:09:47: Weil man dann doch teilweise merkt dass man als Geograph eine Planung etwas anders betrachtet als ein Ingenieur, da man dann ja doch Muster im Raum erkennen kann die dann ein Ingener würde ich jetzt brecherweise unterstellen je nachdem eben nicht erkennen kann der Frisch von der Uni kommt.
00:10:05: Okay das heißt es geht immer um diese räumliche Komponente die wir quasi im Studium prägen und das Verständnis vom Raum Mühlen auf die Wasser von Andreas Janotta, der jetzt in Ruhestand gegangen ist und mit dem wir quasi hier die Karteninterpretation abgeschafft haben.
00:10:20: Wir haben sie vorher schon abgeschaffen muss man sagen aber das natürlich ein Baustein der jetzt tatsächlich im Studium bisschen fehlt.
00:10:27: Die Arbeit trotzdem noch mit Karten.
00:10:28: aber die klassische Karteninterpretation gibt es jetzt hier bei uns nicht mehr wo man eben solche räumlichen Strukturen wirklich explizit erkennt.
00:10:37: Aber auch in unseren jetzigen Giss Seminaren spielt das mittlerweile eine Rolle.
00:10:41: von daher ... geht sich klassische Karteninterpretationen nicht mehr, aber man muss trotzdem noch mit Karten arbeiten.
00:10:47: Du hast jetzt gesagt was für ein Mitgist, deswegen nehme ich an du arbeitest viel am Computer... Wie sieht so'n Arbeitstag aus?
00:10:54: Unterschiedlich natürlich!
00:10:55: Aber überwiegend bin ich selber tatsächlich dann doch im Büro.
00:10:59: Also ich könnte auch im Homeoffice sein, aber für mich ist die Trennung zwischen Arbeit und Zuhause doch dann wichtig.
00:11:05: Deswegen bin ich viel im Bürok.
00:11:06: Aber grundsätzlich ... ist da alles Mögliche dabei, was man wahrscheinlich auch hier schon in vorangegangenen Folgen gehört hat.
00:11:13: Also von Meetings mit Auftraggeberinnen und Auftrag Gebern... also das wäre dann im meinem Fall vor allem eben der Bund, Kommunen und die Länder.
00:11:22: Die Privatperson plant jetzt in der Regel nicht eine Straße!
00:11:26: Und genau, und dann ist halt auch in meinem Fall bin ich auch ein bisschen für den Bereich wo ich dachte, ich bin der HIV-Beauftragte, wo ich unsere Hivis organisiere und den Aufgabenzuweise.
00:11:38: Und ansonsten gibt es tatsächlich auch einzelne Fälle, wo ich dann vor Ort einen Termin hab.
00:11:43: Also zum Beispiel war ich letztens bei einem Auftraggeber von uns, wo wir vor Ort eine Befahrung mit dem Fahrrad gemacht haben weil ich eben als zweiten Themenbereich Radverkehrsinfrastrukturplanungen habe und dann wird mir einer GoPro beispielsweise ja eine vorgelegte Route abgefahren und man schaut sich im Nachhinein an wie man die umgestalten könnte.
00:12:03: Quasi der Praxistest!
00:12:06: Der Vorabtest
00:12:07: Vorabtest ist besser, weil die Situationsbeschreibung.
00:12:13: Tatsächlich ist es dann manchmal wenn ein Projekt abgeschlossen ist muss man dann eigenhändig dann doch irgendwie mal vorbeikommen um sich das anzuschauen weil... Das steht dann doch am Ende von einem Projekt manchmal aus weil Planungen eben nicht ad hoc umgesetzt werden.
00:12:27: Ich muss gestehen das habe ich hier glaube auch schonmal erzählt nach meiner Doktorarbeit wo drin stand dass man so Fitness-Bakure braucht ... wurde dann auf einmal nach einem Anruf der Stadt Köln bei mir so ein Fitnessparkour gebaut.
00:12:41: Und ich stand sehr unvermittelt vor diesem Ding und habe auch ja sowieso nicht gerafft, was das ist... ... und dann habe ich gedacht, ach guck mal!
00:12:47: Da merke ich mein Tun!
00:12:50: Woran merkst du dein Tun in dem, was du so machst?
00:12:54: Außer dass du jetzt dir die Projekte dann hinterher nochmal anguckst.
00:12:57: Tatsächlich ist das... je Projekt dann doch schwierig, weil man halt große Zeitschalen vor allem in der Straßenverkehrsplanung hat.
00:13:05: Vor allem wenn es beispielsweise um Autobahnen geht da sind die Bauphasen tatsächlich sehr lange nach dem.
00:13:11: Ich habe gehört, manche haben eine Autobahn geplant und deren Fertigstellung nicht mehr mitbekommen.
00:13:15: also hier um Jungsstraße bei uns im Ort angucken, die hat fünf zwanzig Jahre gebraucht.
00:13:18: aber ich bin mir ziemlich sicher dass die damit angefangen haben schon nicht mehr bei der Stadt sind.
00:13:22: Aber gut
00:13:23: ja da kriegt man auch je nachdem manchmal ... Shapefile aus den zwei Tausendern und die kann da nicht ausgelesen werden.
00:13:30: Das ist dann auch immer toll, aber ein aktiver Fall ist beispielsweise das eben ... ... beispielsweise Planungsunterlagen, die wir angefertigt haben in den Haushaltsausschüssen von den jeweiligen ... ... Auftraggeberinnen und Auftraggebaren landen... ... und dann auf einer politischen Ebene darüber auch reflektiert wird.
00:13:48: Und das hätte ich tatsächlich auch manchmal dann in der Schulzeit glaube ich nicht erwartet, dass ich irgendwann ... Arbeitsergebnisse habt, die dann beispielsweise tatsächlich auch im Bundestag landen.
00:13:59: Ja ich meine das ist ja tatsächlich dann auch schon nicht schlecht zu sehen.
00:14:03: Was ist denn das Beste an deinem Job?
00:14:05: Also du kannst ja rum meckern wie ein Meckern immer was es nicht so toll, was nervt.
00:14:09: aber wenn du jetzt jemandem sagen würdest okay dass ist das was du unbedingt machen musst.
00:14:14: Meckeren kann ich natürlich viel Spaß... Aber was mir tatsächlich sehr viel gefällt in erster Linie weswegen ich auch jetzt in dem Fall solange in einem Unternehmen bin ist unter anderem Das Team.
00:14:25: also ich bin da wirklich happy mit den Leuten, mit denen ich zusammen arbeite.
00:14:28: Es macht sehr viel Spaß und man lernt auch viel voneinander.
00:14:31: Also das ist auch cool dass man da dann dieses Interdisziplinäre hat.
00:14:35: Dass man auch mal von einem Verkehrswirtschaftsingenieur oder tatsächlich haben wir auch ein Physiker eine andere Perspektive aufgedruckt bekommt.
00:14:45: Und das hilft schon einem tatsächlich viel weiter.
00:14:49: Tatsächlich gibt es auch Projekte... ... die Kreativität erfordern wie Forschungsprojekte, die wir auch bearbeiten.
00:14:56: Wo man dann auch... ... zeige ich mal aus dem Trott ein bisschen rauskommt und sich auch in einer gewissen Weise selber fortbildet weil man beispielsweise Literatur zu einem Thema liest um sich da einzuarbeiten genau.
00:15:10: Ja wir an der Uni sind ja so kleine freie Radikale und titschen hier so durch die Geschichte.
00:15:14: natürlich haben wir auch bestimmte Aufgaben die wir erfüllen müssen aber noch sehr viele Freiheiten.
00:15:17: Ich könnte mir vorstellen dass das vielleicht in so einem Wie sage ich das jetzt?
00:15:22: In einem Unternehmen, das auch darauf gucken muss dass ein bisschen Geld reinkommt durchaus anders ist.
00:15:27: Das kann ich mir schon vorstellen und ich verstehe dann vor allen Dingen wenn man das wahrscheinlich Spaß macht wenn man mal gewisse Freiheiten hat
00:15:35: auf jeden Fall
00:15:36: die man die man irgendwie umsetzen kann.
00:15:38: Freiheiten ist vielleicht nicht so das richtige Thema.
00:15:40: denn jetzt zum da anzuknüpfen was sind den Projekte die du noch so bearbeitest?
00:15:45: Du hast gesagt der Verkehrswegeplan quasi begleitet dich schon ein bisschen länger
00:15:50: genau.
00:15:51: Was machst du sonst noch?
00:15:53: Wie gesagt mache ich beispielsweise oder bin ich an Forschungsprojekten beteiligt, wo wir Kritikalitätsuntersuchungen von der Straßeninfrastruktur oder in dem Fall von den Autobahnen und Bundesstraßen durchgeführt haben.
00:16:05: Welche Abschnitte von den Autobahnen- und Bundesstrasse in Deutschland sind gegenüber Natur gefahren besonders exponiert?
00:16:11: Und was würde passieren wenn beispielsweise diese Route geschlossen werden würde und wie würden sich die verkehre verlagern?
00:16:19: Dann auch eben das Thema der Radverkehrsinfrastrukturplanung.
00:16:22: Da bin ich sowohl mit einem Team dabei eine Groblinienplanung zu machen, also beispielsweise wo könnte ein Radnetz entlang gehen erstmal?
00:16:33: Aber wir haben auch tatsächlich Projekte, wo dann wirklich der Straßenquerschnitt umgeplant wird und geguckt wird wie breit muss der Radweg sein so dass man da auch standardisierte Maße einhält?
00:16:46: Wenn du Forschungsprojekte sagst, ist das mit Universitäten zusammen oder ist das der Bundforscher auch?
00:16:52: Mit seinen Instituten zum Beispiel.
00:16:54: Genau!
00:16:54: Das wären dann beispielsweise die Bundesanstalt für Straßenwesen oder das deutsche Zentrum für Schienenforschung.
00:17:00: Die machen lustigerweise auch Projekte, die die Straße betreffen.
00:17:03: Ich finde es lustig dass es ein deutsches Institut für Schienenforschungen gibt.
00:17:06: da würde ich mal sagen sie könnten bisschen nachholen aber gut egal Es gibt ein Institut.
00:17:12: verschiedenen Forschung habe ich etwas dazu gelernt.
00:17:14: Und das sind quasi Forschungseinrichtungen, mit denen ihr dann zusammenarbeitet?
00:17:17: Genau tatsächlich ist es so dass es da Ausschreibungen gibt die veröffentlicht werden auf zig tausenden Plattformen die es in Deutschland gibt und Da ist dann eine Beschreibung was man eben erbringen soll Das heißt Leistungsbeschreibung und da kann man dann tatsächlich sehen was von einem erwartet wird.
00:17:36: Dann überlegt man sich im Konzept dazu formuliert das aus.
00:17:40: Das variiert tatsächlich, das können ellenlange Konzepte sein aber auch Konzepten die nur zehn Seiten lang sind.
00:17:47: Und dann wird das dann eben in Betracht von anderen Bewerberinnen und Bewerbern in dem Fall in der Regel auch andere Verkehrsplanungen Büros oder Größe unternehmen.
00:17:58: Wird das dann miteinander verglichen?
00:17:59: Und das Attraktivste und tatsächlich dann auch was in den letzten Jahren besonders wichtig geworden ist das wirtschaftlichste Projekt.
00:18:07: Das erhält dann den Zuschlag und darf das Projekt bearbeiten.
00:18:10: Aber das ist auch nicht nur bei Forschungsprojekten, sondern generell bei Projekten die ausgeschrieben werden.
00:18:17: Also man kann auch im kommerziellen Sektor außerhalb der Uni forschen wenn man so will, wenn auch in einem kleinen überschaubaren Rahmen.
00:18:26: Ja vielen Dank dass du uns heute über deinen Beruf als Geograph quasi unter den Ingenieuren erzählt hast.
00:18:34: Ich denke, das war für alle die hier bei uns Geografie studieren nicht so ganz uninteressant.
00:18:38: Auch dieser Hinweis mit GISS den wir hier häufiger schon hatten dass das quasi zum Handwerkszeug gehört und ich mir wahrscheinlich auch nochmal draufschaffen sollte oder wieder darauf schaffen sollte ist da sicherlich ein ganz hilfreicher Hinweis gewesen.
00:18:52: und ja dir weiterhin viel Erfolg und vielleicht hören wir dich in ein paar Jahren noch wieder.
00:18:58: du entweder bei jemand anderem bist oder noch mehr berichten kannst über das was du so machst.
00:19:03: Gerne, vielen Dank und das hat mich auch sehr gefreut.
00:19:07: Mal schauen wo es hingeht!